Historischer  Verein  Landsberg  am  Lech  e.  V.
 

Historischer Verein Landsberg am Lech: Jahresprogramm 2019

Montag, 14. Januar 2019:

18.00 Uhr Gedenkgottesdienst:  Der bedeutende Landsberger Bildhauer Lorenz Luidl starb am 14. Januar 1719. Ihm zum Gedenken wird durch Pfarrer Anselm Bals in der Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt dieser Gottesdienst gefeiert.

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Samstag, 19. Januar 2019:

Krippenfahrt mit Dr. Werner Fees-Buchecker nach Schongau und Oberammergau

In der Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt in Schongau ( spätgot. Chor, Langhaus1751, Rokoko, Deckenfresken von Matthäus Günther, Stuck u.a. von Dominikus Zimmermann ) gibt es eine schöne Jahreskrippe, deren Kernbestand an Figuren auf das 17./18. Jahrhundert zurückgeht. Danach Stadtrundgang in der Altstadt, u.a. mit Stadtmauerresten und der ehem. Karmeliterklosterkirche ( heute Spitalkirche Hl. Geist ). Oberammergau war und ist ein Zentrum der Krippenschnitzkunst. Im neugestalteten Oberammergauer Museum  wird diese mit besonders schönen Weihnachtskrippen, wie der ehem. Pfarrkirchenkrippe, durch eine Führung gezeigt. Auch in der wunderschönen Rokoko-Pfarrkirche ( 1737/42 durch Joseph Schmuzer erbaut ) gibt es wieder eine vielfigurige Weihnachtskrippe zu bestaunen. Im Ort besichtigen wir noch mehrere der schönen Lüftlmalereien aus dem 18. Jahrhundert, wie am Pilatus- bzw. am Forsthaus.

Abfahrt : 9.00 Uhr am Hauptplatz, dann Bayertor und Schongauer Dreieck/Danzigerplatz

Kosten für Busfahrt, Eintritte und Führungen: ca. € 25.-

Hierfür ist die Anmeldung schon ab Ende Dezember (nach Erscheinen des Programms ) möglich bei DERPART Reisebüro Vivell, Landsberg, Hauptplatz 149, Tel.: 08191/917412 oder per email : tickets@vivell.net

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Freitag, 25. Januar 2019:

19.00 Uhr: Festabend zum 80. Geburtstag von Anton Lichtenstern und Präsentation der Landsberger Geschichtsblätter 2019 im Festsaal des Historischen Rathauses in Landsberg, Hauptplatz

Festansprache von Professor Dr. Manfred Treml, Vorsitzender des Gesamtvereins der deutschen Geschichts- und Altertumsvereine e.V. und Vorsitzender des Verbandes bayerischer Geschichtsvereine e.V.

Anschließend werden die „Landsberger Geschichtsblätter 2019“ präsentiert und an die anwesenden Mitglieder ausgegeben.

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Dienstag, 12. Februar 2019:

Vortrag von Professor Dr. Hermann Rumschöttel : 100 Jahre Freistaat Bayern- Versuch einer Interpretation

Das Ende des Ersten Weltkrieges im Herbst 1918 war auch das Ende der über 700 Jahre währenden Herrschaft der Wittelsbacher in Bayern. In den turbulenten, politisch schwierigen und von bürgerkriegsartigen Zuständen geprägten Monaten zwischen der Revolution am 7./8. November 1918 und dem Inkrafttreten der ersten demokratischen Verfassung am 15. September 1919 wurde aus dem Königreich der Freistaat Bayern. Wenn wir heute die 100jährige Geschichte dieses Staates feiern, darf nicht vergessen werden, wie wechselvoll die Jahrzehnte zwischen 1918 und 2018 gewesen sind. Der Vortrag schildert die Übergangszeit 1918/19 und unternimmt den Versuch, „100 Jahre Freistaat“ Bayern zusammenfassend zu interpretieren.

Professor Dr. Hermann Rumschöttel war bis 2008 Generaldirektor der Staatlichen Archive Bayerns und bis 2014 2. Vorsitzender der Kommission für bayerische Landesgeschichte bei der bayerischen Akademie der Wissenschaften. Seit 1992 lehrt er Geschichte an der Universität der Bundeswehr München

19.30 Uhr im Pfarrsaal von Mariä Himmelfahrt, Landsberg, Ludwigstraße 167, Fußgängerzone

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Dienstag, 19. März 2019:

Vortrag von Dr. Bernd Steidl :  Die Ungarnschlacht auf dem Lechfeld im   Jahre 955 – erste archäologische Funde

Seit Generationen beschäftigt die berühmte „Schlacht auf dem Lechfeld“ König Ottos I. gegen die Ungarn die deutsche und internationale Geschichtsforschung. Wie kaum ein anderes Ereignis ist sie im Gedächtnis der Bevölkerung im oberbayerisch – schwäbischen Grenzgebiet verankert. Doch bisher konnte das Geschehen ausschließlich anhand literarischer Quellen beleuchtet werden. Spektakuläre archäologische Funde haben jedoch kürzlich unerwartete Hinweise auf den Ablauf der Ereignisse geliefert. Zusammen mit den Fortschritten der Archäologie zum 10. Jahrhundert in Ungarn und Mitteleuropa erlauben es die Neufunde, die Schriftquellen aus anderem Blickwinkel zu betrachten.

19.30 Uhr im Pfarrsaal von Mariä Himmelfahrt, Landsberg, Ludwigstraße 167, Fußgängerzone

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! Montag, 08. April 2019:

Jahreshauptversammlung mit einem Vortrag von Dr. Rainer Gottwald über „Goldblattkreuze -  frühchristliche  Glaubenszeichen der Alamannen und Bajuwaren“.

Tagesordnung

1. Begrüßung und Totenehrung

2. Rechenschaftsberichte der Vorstandschaft

 - Aussprache zu den Berichten

3. Ehrung langjähriger Mitglieder

4. Vortrag von Dr. Rainer Gottwald über „Goldblattkreuze- frühchristliche Glaubenszeichen der Alamannen und Bajuwaren“

5. Anträge und Verschiedenes

Auf Ihr Kommen zur Jahreshauptversammlung freut sich

Ihre Vorstandschaft

19.30 Uhr im Pfarrsaal von Mariä Himmelfahrt , Landsberg, Ludwigstraße 167, Fußgängerzone

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Ostermontag, 22. April 2019:

Emmausgang mit Dr. Werner Fees-Buchecker von Kaufering nach Epfenhausen:

 Der Emmausgang ist ein Beitrag zum Gedenken an das 300. Todesjahr von Lorenz Luidl ( 1719/2019), von dem ( und seinem Sohn Johann ) sich sehr viele Werke in der Pfarrkirche St. Johann in Kaufering befinden. Die Kirche wurde von Michael Natter erbaut mit erstrangigem Stuck von Johann und Josef Schmuzer. In der Kirche Mariä Himmelfahrt in Epfenhausen ( erbaut 1715 durch Josef Schmuzer ) gibt es außer wertvoller Barockausstattung mehrere Werke von Lorenz und Johann Luidl.

13.30 Uhr: Treffpunkt an der Pfarrkirche St. Johann in Altkaufering ( wenig Parkplätze an der Kirche, genügend stehen am Schwimmbad oder am Sportzentrum in Kaufering zur Verfügung; hinterher Einkehr in Kaufering

Hinweis : der einfache Fußweg ist ca, 3,5 km lang.

Anmeldung ab 14.1.2019 bei DERPART Reisebüro Vivell, Landsberg, Hauptplatz 149, Tel: 08191/917412 oder per email: tickets@vivell.net

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Samstag, 11. Mai 2019

Tagesfahrt mit Dr. Werner Fees- Buchecker zu Werken von Lorenz Luidl in Bayerisch - Schwaben nach Hiltenfingen, Schwabmünchen, Wehringen, Mickhausen, Ziemetshausen und Balzhausen:

Lorenz Luidl hat viele Werke im heutigen Bayerisch-Schwaben geschaffen, vor allem in Mittelschwaben. Wir besichtigen Kirchen und Kapellen in Hiltenfingen, Schwabmünchen, Wehringen, Mickhausen, Ziemetshausen und Balzhausen. Besonders stechen dabei die Figuren des Hochaltars in der Frauenkirche Schwabmünchen  ( got. Bau mit Netzgewölbe im Chor ) und der Anna-Altar der Pfarrkirche in Ziemetshausen (Bau 1688-94 von Johann Schmuzer und mit reichem Stuck, ebenfalls von Schmuzer ) hervor. In Balzhausen befinden sich Figuren sowohl in der Pfarrkirche St. Vitus ( Rokokobau von1768 ) als auch Altäre in der Blumenfeld- und Leonhardskapelle. Hinweis: die Reihenfolge der Orte kann sich aufgrund von Renovierungen oder Gottesdiensten ändern.

Abfahrt : 8.00 Uhr am Hauptplatz, anschließend am Bayertor und dann am Schongauer Dreieck/Danziger Platz

Kosten für Busfahrt, Eintritte und Führungen: € 25.-

Anmeldung ab 14.1.2019 bei DERPART Reisebüro Vivell, Landsberg, Hauptplatz 149, Tel.: 08191/917412 oder per mail: tickets@vivell.net

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Samstag, 25. Mai 2019:

Kunsthistorische Fahrradtour mit Dr. Werner Fees-Buchecker und Martin Baumeister vom  ADFC Landsberg : „Pfarrhöfe und andere profane Baudenkmäler westlich des Lechs bis Kinsau

2017 wurde der barocke Pfarrhof von 1739 in Kinsau renoviert und dient seitdem der Gemeinde Kinsau als Rathaus. Der Historische Verein beteiligte sich an der Konservierung eines dabei entdeckten wertvollen Leinwandgemäldes von V.B. Lederer, das wir zusammen mit dem sanierten Inneren genauso wie die danebenliegende ehem. Wallfahrtskirche St. Matthäus ( 1714 von Thomas Natter ) besichtigen. Weitere Ziele ( u.a.): Die Pfarrhofbauten von Epfach ( 1745/52 Stuck von Dominikus Zimmermann/Niklaus Schütz ) und Erpfting (1711/12 ), der Gasthof Luitpold ( Bau um 1600 ) in Leeder und das alte Schulhaus in Seestall.

Treffpunkt : 8,30 Uhr am „Dittlparkplatz“ an der Erpftinger Straße, Landsberg, Mittagseinkehr

Teilnahmegebühr: € 4.- für die Teilnehmer, in keinem der beiden Vereine Mitglied sind: Dazu kommen geringe Kosten für Kirchenöffnungen, Führungen usw.

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Donnerstag, 30. Mai 2019: Christi Himmelfahrt

Halbtagesfahrt mit Dr. Albert Thurner : Lorenz Luidl im südlichen Landkreis Landsberg

Auf den Spuren des Bildhauers Lorenz Luidl besuchen wir vier Kirchen zwischen Lech und Ammersee: In der Pfarrkirche Maria Rosenkranzkönigin in Hagenheim stammen mehrere Heiligen- und Engelsfiguren aus der Hand des Landsberger Meisters. Eine noch reichere Auswahl an bemerkenswerten Luidl- Figuren – darunter eine sehr anmutige Mutter Gottes – beherbergt die Pfarrkirche Heilig Kreuz in Oberfinning. In der Pfarrkirche Mariae Heimsuchung und in der Leonhardkirche in Utting sehen wir dann Werke sowohl von Vater Lorenz als auch von Sohn Johann Luidl.

Abfahrt: 14.00 Uhr am Hauptplatz, dann Schongauer Dreieck/Danziger Platz und zum Schluss an der Bushaltestelle in der Weilheimerstraße

Kosten für Busfahrt, Führungen und Trinkgelder : € 20.-

Anmeldung ab 14.1.2019 bei DERPART Reisebüro Vivell, Landsberg, Hauptplatz 149, Tel.: 08191/917412 oder per email: tickets@vivell.net

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Samstag, 15. Juni 2019:

Tagesfahrt mit Ingrid Lorenz: „Wenig bekannte Kostbarkeiten in Tirol“

Die Fahrt führt über Oberperfuß nach Kematen, Axams, Götzens, Sellrain-Rothenbrunn und St. Sigmund (  Nähere Informationen zu allen Besichtigungen finden Sie in einem eigenen Beiblatt am Ende des Programms)

Abfahrt : 7.00 Uhr am Hauptplatz, anschließend am Bayertor und am Schonauer Dreieck/ Danziger Platz

Kosten für Busfahrt, Führungen und Trinkgelder : € 30.-

Anmeldung ab 14.1.2019 bei DERPART Reisebüro Vivell, Landsberg, Hauptplatz 149, Tel.: 08191/ 917412 oder per email: tickets@vivell.net

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Samstag, 22. Juni 2019:

Halbtagesfahrt mit Ingrid Lorenz nach Walleshausen

Zuerst zeigt Herr Welz Kostbarkeiten in der Walleshauser Pfarrkirche. Anschließend lädt er zu einem Besuch in die Klostermühle. Dort wurde vor 250 Jahren Dr. Josef von Miller geboren. Dieser besuchte die Klosterschule in Polling und studierte dann in Ingolstadt Rechtswissenschaft. 1819 erhob König Max I. Joseph den königlich bayerischen Rat in den Adelsstand. Auch das Heimatmuseum der Familie Welz feiert Jubiläum, denn es besteht nunmehr seit 65 Jahren. Nach der Führung durch das Museum dürfen sich die Teilnehmer im Hof des Museums auf Kaffee und Kuchen freuen.

Abfahrt: 13.30 Uhr am Schongauer Dreieck/Danziger Platz, anschließend am Hauptplatz und dann am Bayertor

Kosten für Busfahrt, Kaffee und Kuchen, Trinkgeld: € 15.-

Anmeldung ab 15.1.2019 bei DERPART Reisebüro Vivell, Landsberg, Hauptplatz 149, Tel.: 08191/917412 oder per email: tickets@vivell.net

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Samstag, 06. Juli 2019:

Tagesfahrt mit Sigrid Knollmüller in das „kelten römer museum“ in Manching und in das „Bronzezeit Bayern Museum“ in Kranzberg

An diesem Tag begeben wir uns auf eine Zeitreise, die uns bis in die Bronzezeit zurückführen wird. Zuerst besuchen wir das kelten römer museum in Manching, das am Rande des monumentalen Wallrings der ehemaligen Keltenstadt auf einer Halbinsel zwischen Paar und Augraben liegt. Im Keltensaal des Museums trifft man auf eine umfassende Rekonstruktion des Lebens im Manchinger Oppidum vor mehr als 2000 Jahren. Herausragende Fundobjekte sind der 1999 geborgene Goldschatz und das weltweit einzigartige goldene „Kultbäumchen“. Um Goldfunde geht es auch im Bronzezeitmuseum auf dem Pantaleonsberg in Kranzberg. Hoch über dem Ampertal, im Kranzberger Ortsteil Bernstorf, fanden sich die Überreste einer mehr als 3000 Jahre alten bronzezeitlichen Siedlung, die sich als die größte befestigte Siedlung dieser Art nördlich der Alpen herausstellte. 1998 entdeckten dort Hobbyarchäologen den berühmten Goldschatz von Bernstorf und zwei Jahre später wurden einzigartige Bernsteinkunstwerke gefunden, die damit eine Verbindung zur Ostsee aufzeigen.

Abfahrt: 8.00 Uhr am Hauptplatz, dann am Bayertor und schließlich am Schongauer Dreieck/Danzigerplatz

Kosten für Busfahrt alle Eintritte und Führungen € 35.-

Achtung: Der Pantaleonsberg in Bernstorf kann nur zu Fuß erreicht werden ( 10 minütiger leichter Aufstieg ), das Museum selbst ist nicht barrierefrei zugänglich

Anmeldung ab 15.1.2019 bei DERPART Reisebüro Vivell, Landsberg, Hauptplatz 149, Tel.: 08191/9117412 oder per email: tickets@vivell.net

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Samstag, 3. August 2019:

Halbtagesfahrt mit Dr. Albert Thurner: Lorenz Luidl im nördlichen Landkreis Landsberg

Die Vielzahl von Luidl-Arbeiten im Landkreis Landsberg führt uns zunächst in die Johanniskirche nach  Scheuring, wo mehrere Figuren auf den Landsberger Bildhauer zurückgehen. In Prittriching besitzt die St. Peter und Paul Kirche einige ansprechende Luidl-Werke. Noch beeindruckender ist für uns die dortige Liebfrauenkirche mit ihrer bedeutenden einheitlichen Ausstattung von Lorenz Luidl. Abschließend führt uns der Weg zur Pfarrkirche St. Mauritius nach Weil und zur Wolfgangskapelle.

Abfahrt : 14.00 Uhr am Hauptplatz, dann am Bayertor und abschließend am Schongauer Dreieck/Danziger Platz

Kosten für Busfahrt, Führungen und Trinkgelder: € 20.-

Anmeldung ab 14.1.2019 bei DERPART Reisebüro Vivell, Landsberg, Hauptplatz 149, Tel.: 08191/917412 oder per email: tickets@vivell.net

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Freitag,  13. September 2019:

Tagesfahrt mit Ingrid Lorenz nach Fürstenfeldbruck mit dem Besuch einer archäologischen Ausstellung im Landratsamt und einer Führung durch Kirche und Kloster Fürstenfeld ( mit Kaisersaal )

Abfahrt : 9.00 Uhr am Hauptplatz, dann am Bayertor und zum Schluss am Schongauer Dreieck/Danzigerplatz

Kosten: für Busfahrt alle Eintritte und Führungen € 25.-

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Mittwoch, 18. September – Sonntag, 22. September 2019 :

Fünftagesfahrt mit Sigrid Knollmüller : „Das Erzgebirge und seine spätgotischen Bergmannsdome“

Die Fahrt ins Erzgebirge beginnt mit einem Rundgang durch die Stadt Zwickau, dem „Eingangstor“ zum Erzgebirge. Zwickau ist nicht nur die Geburtsstadt von Robert Schumann oder die ehemalige Wirkungsstätte von August Horch, sondern auch die Stadt mit dem berühmten Dom St. Marien, eine der bedeutendsten Hallenkirchen der obersächsischen Spätgotik. Von dort führt uns der Weg in die Silberstadt Freiberg ( 2 Nächte ). Neben der spätmittelalterlichen Altstadt ist es natürlich auch hier der Dom St. Marien, eine der schönsten Hallenkirchen Sachsens, die mit ihren einzigartigen Kunstschätzen das Stadtbild prägt. Neben der berühmten „Tulpenkanzel“ finden sich auch Kunstwerke aus der Romanik im Dom, wie z.B. die „Goldene Pforte“ von 1225 oder die Triumphkreuzgruppe. Und nicht versäumen darf man, den Klängen der Silbermann-Orgel zu lauschen. Einzigartig ist auch die „terra mineralia“, die größte und schönste Mineralienschau in ganz Deutschland, eine Dauerausstellung der Bergakademie Freiberg. Von Freiberg aus ist es nicht weit nach Seiffen, dem Zentrum der typischen erzgebirgischen Schnitzereien und der Spielwarenherstellung. Entlang der Silberstraße führt der Weg dann weiter nach Marienberg, einer Stadt, die im 16. Jahrhundert auf dem Reißbrett entworfen wurde und heute als eine Art „Idealstadt“ im Sinne der italienischen Renaissance gilt. Unser nächstes Ziel auf der Silberstraße ist Annaberg-Buchholz ( 2 Nächte ). Die alte Bergmannsstadt gilt als ein Zentrum des Erzgebirges. Die St. Annenkirche gehört ebenfalls zu den größten spätgotischen Hallenkirchen Deutschlands. In ihrem Innern birgt sie einige sehenswerte Kunstschätze, wie z.B. den berühmten Bergaltar des Hans Hesse. Adam Ries, der große Rechenkünstler, hat auch hier gelebt. Ihm ist sogar ein Museum gewidmet. Ein Muss ist natürlich der Besuch in einem 500 Jahre alten Silberbergwerk, das sich unter der ganzen Stadt erstreckt und erst Anfang der 1990er Jahre durch einen Zufall entdeckt wurde. Zur vollständigen Erfassung des Silberbergbaus gehört aber auch der Besuch eines über 300 Jahre alten Hammerwerks. Die letzte Station auf unserem Weg entlang der Silberstraße durch das Erzgebirge ist die Stadt Schneeberg, die schon 1474 über 220 Zechen in und um die Stadt herum besaß und in denen außer Silber vor allem auch Kobalt gefördert wurde. Diesem Silberabbau verdankt die Stadt ihren Reichtum. Davon zeugt auch das Wahrzeichen der Stadt, der mächtige Bergmannsdom St. Wolfgang. Auch er gehört zu den großen spätgotischen Hallenkirchen des Erzgebirges. Prunkstück der Kirche ist der berühmte Cranach-Altar, der seit 1996  wieder in alter Schönheit erstrahlt. Nach einer Mittagspause in Schneeberg geht es wieder Richtung Heimat. Das Erzgebirge ist ein Bierland; die Stadt Freiberg kann z.B. auf 800 Jahre Braugeschichte zurückschauen. Daher keine Weinprobe!

In Freiberg wohnen wir zwei Nächte im Hotel „Am Obermarkt“ in der Innenstadt und in Annaberg-Buchholz im Traditionshotel „Wilder Mann“, auch in der Innenstadt

Abfahrt Mittwoch, dem 18. September, um 7.00 Uhr bei Bus Eisele sowie 7.15 Uhr auf dem Parkplatz des Baustoffmarktes „do it“ an der Münchnerstraße

Leistung: Fahrt, vier Übernachtungen mit Halbpension , alle Eintritte, Führungen und alle Trinkgelder

Kosten der Reise: € 520.- p.P. im Doppelzimmer und € 560.- im Einzelzimmer ( in begrenzter Zahl )

Anmeldungen: nur schriftlich! auf dem beigefügten Anmeldeformular bei Sigrid Knollmüller, Kalkbrennerstraße 8, 86899 Landsberg, per FAX: 08191/943095 oder per mail: sigrid@knollmueller.net

Anmeldeschluss: 1. März 2019

Den Reisebetrag bitte bis spätestens Ende April einzahlen auf das Konto des Historischen Vereins bei der Sparkasse Landsberg-Dießen: IBAN: DE78 7005 2060 0000 0040 85 und BIC: BYLADEM1LLD  unter dem Kennwort „Erzgebirge“

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Dienstag, 8. Oktober 2019:

Vortrag von Gerhard Heininger und Manfred Stangl: „450 Jahre Schloss Windach und die Geschichte der Firma August Popp“.

Im Jahre 1558 erwarb der Augsburger Carl Wolfgang Rehlinger die Hofmark Windach. Zehn Jahre später erbaute er das Schloss in Unterwindach. Bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts hinein war es der Sitz der Hofmarksherren. Seit 40 Jahren beherbergt es nunmehr das Rathaus mitsamt Bürgerbüro. Das Schloss und seine interessante Geschichte stehen im Mittelpunkt dieses Vortrags. Durch seinen Besitzer, der von 1930 bis in die 1970er Jahre dort lebte, wurde das Schloss mit seinen landwirtschaftlichen Gebäuden zum wichtigsten Arbeitgeber Windachs. August Popp sollte als Sohn eines Gastwirts eigentlich Metzger werden. Jedoch verlor er durch einen Arbeitsunfall zu Beginn seiner Ausbildung vier Finger der linken Hand. Diesem unglücklichen Umstand verdankte er jedoch seinen beruflichen Erfolg: er wurde vom Metzgerlehrling zum Omnibusfabrikanten.

19.30 Uhr im Pfarrsaal von Mariä Himmelfahrt, Landsberg, Ludwigstraße 167, Fußgängerzone

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Samstag, 12. Oktober 2019:

Tagesfahrt mit Dr. Werner Fees- Buchecker zur Bayerischen Landesausstellung nach Regensburg „Hundert Schätze aus tausend Jahren“

Schauplatz der Bayerischen Landesausstellung, die diesmal von Herbst 2019 bis zum Frühjahr 2020 läuft, ist der Sonderausstellungsbereich im neuen Museum der Bayerischen Geschichte in Regensburg. Einhundert hochrangige Exponate von Museen aus Bayern, Deutschland und Europa beleuchten über ein Jahrtausend bayerischer Geschichte zwischen dem 6. Jahrhundert und 1800. Neben der ständigen Sammlung des neuen Museums in Regensburg ist noch geplant, die für Individualbesucher nicht so leicht zugänglichen ehem. Klosterkirchen der Kartause in Prüll und der Benediktinerabtei in Prüfening, in den gleichnamigen Regensburger Stadtteilen zu besichtigen ( jeweils mit romanischer Architektur und romanischen Fresken, jedoch barocker Ausstattung). Diese Klöster waren bayerisch und gehörten nicht zum Hoheitsgebiet der Reichsstadt Regensburg.

Abfahrt 7.30 Uhr am Hauptplatz, dann am Bayertor und Schongauer Dreick/Danziger Platz

Kosten für Busfahrt, Eintritte und Führungen : ca. € 35.-

Anmeldung ab 14.1.2019 bei DERPART Reisebüro V ivell, Landsberg, Hauptplatz149, Tel.: 08191/917412 oder per email : tickets@vivell.net

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Dienstag, 12. November 2019:

Vortrag von Dr. Joachim Zeune: „Die Wehrarchitektur 1420-40 in Bayern“.

 Zu den markanten Innovationsphasen im mitteleuropäischen Wehrbau zählen die Jahrzehnte zwischen 1420 und 1440, Obwohl die Feuerwaffen schon fast einhundert Jahre in Gebrauch waren, trifft man im mitteleuropäischen Wehrbau erst Anfang des 15. Jahrhunderts auf adäquate Wehrelemente. Ein wesentlicher Impuls scheint dabei zumindest im südostdeutschen Raum von den Hussiten bzw. den Hussitenkriegen auszugehen. Der reich bebilderte Vortrag untersucht das Aufkommen der Artilleriebefestigungen und deren Ausformung zwischen 1420 und 1440, unternimmt aber auch den Versuch, die Bedeutung der Stadtbefestigungen im Allgemeinen und konkret der Landsberger Stadtbefestigung für diese Innovationsphase herauszuarbeiten. Dadurch wird ein lange falsch tradierter Forschungsstand korrigiert und revidiert.

19.30 Uhr im Pfarrsaal von Mariä Himmelfahrt, Landsberg, Ludwigstraße 167, Fußgängerzone

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Dienstag, 10. Dezember 2019:

Vortrag von Dr. Stefan Paulus: „Zeitenwende 1918/19: Vom Kaiserreich zur Republik“. 1918/19 markiert wie kaum ein anderer Zeitraum in der jüngeren deutschen Geschichte eine Phase tiefgreifender Umbrüche, Veränderungen und Weichenstellungen. Zahlreiche bedeutsame Ereignisse begleiten in den Wochen und Monaten zwischen dem Herbst 1918 und dem Herbst 1919 Deutschlands turbulenten Weg vom Kaiserreich in die Weimarer Republik: das Ende des Ersten Weltkrieges im November 1918, die hierzu parallel ausbrechende Revolution, der Sturz der Monarchie und die Ausrufung der Republik, der Spartakusaufstand vom Januar 1919, die wenig später einsetzenden Beratungen der Nationalversammlung in Weimar, die Wahl des Sozialdemokraten Friedrich Ebert zum ersten Reichspräsidenten der jungen Demokratie im Februar 1919, das Intermezzo der bayerischen Räterepublik im April 1919, die Annahme der Reichsverfassung Ende Juli 1919, die hierzu parallel laufenden Versailler Friedensverhandlung, die umstrittene Unterzeichnung des Versailler Vertrags im Juni 1919 und die anschließend um sich greifende „Dolchstoßlegende“. Ein Jahrhundert später sollen die damaligen Entwicklungen im Rahmen des Vortrages nachgezeichnet und deren jeweilige Bedeutung für die deutsche Geschichte herausgearbeitet werden.

Im Anschluss an diesen Vortrag lädt der Historische Verein wieder zu seinem adventlichen Zusammensein ein. Bei gutem Wein, süßem und salzigem Gebäck können wir so das Jahr mit guten Gesprächen ausklingen lassen.

19.30 Uhr im Pfarrsaal von Mariä Himmelfahrt, Landsberg, Ludwigstraße 167

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Einige Zusatzinformationen zum Schluss:

1. Für alle Exkursionen – ausgenommen der Fünf-Tages-Fahrt – gilt eine rechtzeitige und verbindliche Anmeldung ab dem 14. Januar 2019 bei der Geschäftsstelle des Historischen Vereins: DERPART Reisebüro Vivell, Landsberg, Hauptplatz 149, Tel.: 08191/917412 oder per email : tickets@vivell.net

2. Dieses Programm sowie alle weiteren Informationen des Historischen Vereins können Sie auch über unsere homepage jederzeit abrufen: www.historischer-verein-landsberg.de Wenn Sie per mail informiert werden wollen oder wenn Sie besondere Fragen haben, nutzen Sie bitte auch unsere email.´-Adresse: knollmueller@historischer-verein-landsberg.de

3. Die „Landsberger Geschichtsblätter 2019“ können Sie bei der Präsentation am 25.1.2019 ( siehe Programm) und danach bei der Geschäftsstelle abholen. Auswärtigen Mitgliedern werden die „Landsberger Geschichtsblätter“ dann ab April 2019 zugesandt, ferner auch gerne den Landsberger Mitgliedern auf Wunsch, denen die Selbstabholung zu beschwerlich ist.

Ein anregendes und interessantes Jahr 2019 mit dem Programm des Historischen Vereins Landsberg und alles Gute für das neue Jahr wünschen Ihnen Vorstand und Beirat des Historischen Vereins Landsberg am Lech e.V.


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